Das Gesetz des Rhythmus

"Alles fließt; aus und ein; alles hat seine Gezeiten; alles hebt sich und fällt; der Schwung des Pendels äußert sich in allem; der Ausschlag des Pendels nach rechts ist das Maß für den Ausschlag nach links; Rhythmus gleicht aus."

Kybalion

 

Alles pendelt in einem Rhythmus, wie eine Pendeluhr, immer zwischen zwei Gegensätzen (Polen) hin und her. Nach der Nacht, kommt der Tag. Nach der Einatmung, folgt die Ausatmung. Nach der Geburt, folgt der Tod. Nach der Traurigkeit folgt die Freude. Die Auf und Abs des Lebens sind ein völlig natürlicher Vorgang. Alles in diesem Universum ist immer konstant in Veränderung. 

 

Das bedeutet, Du wirst niemals in einer Krise feststecken. Du kannst Dir immer sicher sein, dass, was auch immer gerade in Deinem Leben passiert, es vorübergehen wird und bessere Zeiten kommen werden. Wer sich bewusst darüber ist, dass es diesen natürlichen Rhythmus des Lebens gibt, wird seine Krisen nicht mehr verfluchen und in hoffnungslosem Leid versumpfen. Es braucht Krisen, genauso wie es die erfüllten und glücklichen Momente des Lebens braucht. 

 

Jedes menschliche Leben hat seinen ganz persönlichen Rhythmus. Das bedeutet all die Dinge, die Du in Deinem Leben erfahren hast, ob gut oder schlecht, waren richtig. Es gab Momente in Deinem Leben, die waren tragisch, es gab Momente in Deinem Leben, die waren freudvoll. Alles davon hat seine Richtigkeit. Denn alles was geschehen ist, symbolisiert die Melodie Deines einzigartigen Lebens. Dein eigener, ganz persönlicher Rhythmus Deines Lebens hat Dich genau hierher gebracht, wo Du gerade bist. Du bist heute hier!  

 

Jede Krise Deines Lebens und sei sie noch so tragisch, hat seinen Sinn und hält eine wertvolle Erkenntnis für Dich bereit. Denn alle Ereignisse Deines Lebens, erwachsen aus der unendlichen Quelle der Liebe und tragen Möglichkeiten des Lernens und der Weisheit in sich. Gerade die Zeiten großer Not können zu den größten Wachstumsphasen Deines Lebens werden, wenn Du sie annehmen kannst und den Sinn dahinter erkennst. 

 

Ist es nicht häufig so, dass wir, gerade wenn wir Zeiten des Leidens und der Schmerzen hinter uns gebracht haben, als Mensch ganz anders daraus hervorgehen? Unsere größten Entwicklungs- und Wachstumsschübe erleben wir meistens nach genau diesen Zeiten, die wir erst einmal überhaupt nicht spüren möchten.

 

Wenn einem das Gesetz des Rhythmus klar wird, dann hat man zum einen in sich immer diesen kleinen Lichtblick, dass alles was geschieht seinen Sinn hat und sich der Zustand, in dem man sich befindet, wieder verändern wird. Zum anderen begreift man, dass es keinen Sinn macht, etwas im Leben festhalten zu wollen und es auch keinen Sinn macht, sein Leben mit dem Leben der anderen zu vergleichen. Denn jeder Mensch hat seinen eigenen, ganz individuellen Rhythmus. Einen bestimmten Zustand zwanghaft festhalten zu wollen, oder sich dem Leben der anderen anzupassen ist, wie wenn man versucht, sich gegen die Melodie des eigenen Lebens zu wehren. Genau deshalb entsteht in uns auch oft ein Druck, denn damit fließt man nicht mehr mit seinem eigenen Lied und alles gerät ins Stocken. Letzten Endes richten sich alle Widerstände in uns, immer gegen uns selbst und unser eigenes Leben.


Aufgabe: Anerkennen, was ist

"Der erste Schritt für Veränderung ist immer die Anerkennung dessen was momentan ist."

  

Bevor wir nicht annehmen und akzeptieren was ist, und diesen inneren Widerstand in uns loslassen, können wir uns nicht verändern. Denn mit der Ablehnung dessen was in unserem Leben ist, lehnen wir uns in Wirklichkeit selbst ab und stehen nicht wirklich zu uns. Damit blockieren wir uns im Endeffekt selbst, denn der Widerstand in uns ist wie eine undurchdringliche Wand, die uns davon abhält, tatsächlich etwas zu verändern.

  

Etwas zu akzeptieren bedeutet nicht, sich seinem Schicksal zu fügen. Sondern mit der Akzeptanz dessen was ist, hören wir auf uns zu bekämpfen und öffnen uns der Möglichkeit, neue Wege zu finden und zu gehen. 

 

Doch manchmal ist es gar nicht so einfach, anzunehmen, was ist. Hierfür hilft Dir diese Übung.

 

> Finde einen aufrechten Sitz.

> Atme drei mal tief ein und wieder aus.

> Nun schaue Dich um, wo Du gerade bist.

> Und spreche laut und bestimmt zu den Gegenständen, die Du siehst, dass sie genau da sind, wo sie sein sollen und, dass sie genau so sind, wie sie ein sollen. Z.B. 

  • Stuhl, Du stehst genau da, wo Du sein sollst.

  • Buch, Du liegst genau da, wo Du liegen sollt.

  • Vase, Du stehst genau da, wo Du stehen sollst.

  • Stuhl, Du bist genau in dem Zustand, in dem Du sein sollst.
  • Dreckfleck, Du bist genau da, wo Du sein sollst.

Versuche, während Du sprichst, auch zu fühlen was in Deinem Körper passiert, wenn Du so sprichst. Wie fühlst es sich für Dich an, während Du die Worte sprichst?

 

Mache das etwa 2 Minuten lang.

 

> Dann schließe Deine Augen. 

> Atme drei mal tief ein und wieder aus.

> Und wiederhole nun laut und kraftvoll die folgenden Sätze. Spüre bitte während Du sprichst auch wieder in Deinen Körper.

 

Was fühlst Du, wenn Du diese Sätze sprichst? 

  • Ich bin genau da, wo ich sein soll.

  • Ich fühle mich genau so, wie ich mich fühlen soll.

  • Mein Zustand ist genau so, wie er sein soll.

  • Mein Körper ist genau so, wie er sein soll.

  • Ich bin genau so gesund, wie ich sein soll.

  • Mein Leben ist genau so, wie es sein soll.

  • Meine berufliche Situation ist genau so, wie sie sein soll.

  • Meine finanzielle Situation ist genau so, wie sie sein soll.

  • Meine Beziehungen sind genau so, wie sie sein sollen.

  • Meine Freundschaften sind genau so, wie sie sein sollen.

  • Ich habe genau so viel Freizeit, wie es sein soll.

  • Ich lebe genau so, wie ich leben soll.

  • Ich bin genau so, wie ich sein sein soll.

  • Alles ist genau so, wie es sein soll.

Mache diese Übung die nächsten Tage immer mal wieder. Sehr gerne auch während Du draußen bist, z.B. wenn Du im Supermarkt an den Regalen vorbei gehst, wenn Du zu Fuß durch die Stadt läufst oder Spazieren gehst. Sprich erst die Dinge an, die Du siehst und sage, dass alles genau da ist, wo es sein soll und so ist, wie es sein soll und anschließend die Sätze in Bezug auf Dich selbst. 

 

Ich verstehe Dich, wenn Du Dir dabei erst einmal komisch vorkommst und vielleicht kommen Dir sogar Gedanken, was der Unsinn bringen soll. Wir werden in diesem Programm einige Übungen machen, die Dir erst einmal komisch vorkommen. Doch ich bitte Dich von Herzen, mach es trotzdem und gucke was passiert. Gerade diese Übung kann sehr befreiend sein, wenn Du Dich darauf einlässt.


Inspiration

Podcastfolge: Wie es Dir gelingen kann, auch in einer Krise die Hoffnung nicht zu verlieren


 

Glücksbotschaft

 

 "Der erste Schritt für Veränderung ist die Anerkennung dessen was ist."

 

Radikale Akzeptanz

 

Bevor wir nicht annehmen und akzeptieren was ist, können wir uns nicht verändern. Mit unserer Abwehr gegen die Tatsachen unseres Lebens, wehren wir uns gegen uns selbst.

 

Du hast vielleicht einen geliebten Menschen verloren, eine chronische Krankheit oder einen anderen schlimmen Schicksalsschlag erlebt und ich weiß, es ist verdammt schwer diesen Erfahrungen zuzustimmen.

 

Ob wir an unseren Krisen zerbrechen oder daran wachsen, hat zum großen Teil etwas mit unserer eigenen Einstellung ihnen gegenüber zu tun. Wenn es Dir gelingt auch die negativen Erlebnisse Deines Lebens als eine Chance für Entwicklung und Wachstum anzunehmen, dann leitest Du Deine Energien in die richtigen Bahnen und nichts wird Dich mehr aufhalten Dir Deinen Wunschzustand zu erschaffen.

 

Deine Andrea


Affirmation als Handyhintergrund