Das Tun

 

"Was nützt die Freiheit des Denkens,

wenn sie nicht zur Freiheit des Handelns führt?"

Johnathan Swift

 

Es ist kein Zufall, dass Dein momentaner Zustand so ist, wie er ist. Dein Zustand ist so, weil Du in bestimmten Bereichen Deines Lebens und über bestimmte Dinge Deines Lebens auf eine bestimmte Art und Weise denkst. 

 

Du kannst in Deinem Leben nur die Ergebnisse haben, die im Einklang mit dem sind, was Du über Dich und das Leben denkst. Du kannst nur das erreichen, was Du denkst, dass möglich ist für Dich zu erreichen. Das, was Du für möglich hältst, dass sind die Grenzen, die Dein Leben bestimmen. Doch diese Grenzen sind nur in Deinem Kopf. In Wirklichkeit gibt es Diese Grenzen überhaupt nicht. Es gibt nichts, was nicht innerhalb der physikalischen Gesetze auf dieser Welt erschaffen werden kann. All das ist möglich. Auch für Dich.

  

Viele Menschen sind unglücklich in ihrem Leben, ohne jemals wirklich die Verantwortung für ihren Zustand zu übernehmen. Sie leben ein Leben, dass sie irgendwie nicht freiwillig wählen würden. Als hätte jemand anderes ihnen vorgeschrieben, wie sie zu leben haben. Sie leben ihr ganzes Leben im Einfluss dessen was sie umgibt. Sie sehen ihr Leben nicht als etwas, das sie selbst gestalten können. Sie sehen ihr Leben als etwas, dass ihnen passiert und dass sie selbst nicht verändern können. So leben Sie über Jahre, manchmal ihr ganzes Leben, ohne sich jemals die Frage zu stellen, was sie eigentlich stattdessen möchten. Ob sie diese Rolle, die sie eingenommen haben, überhaupt wollen, ob sie wirklich ihr Leben so führen möchten, wie sie es momentan tun. 

 

Durch unsere Erziehung und unser Schulsystems verlieren wir meistens die Verbindung zu unserer wahren Natur. Wir hängen in einem System fest, dass auf den Prinzipien der Wirtschaft und Industrie basiert und werden zu Menschen getrimmt, die in eben dieses System passen. Doch menschliches Leben ist nicht genormt. Es ist facettenreich, außergewöhnlich, reichhaltig und vielfältig. 

 

Die Kunst des Lebens ist, dass Du aktiv Dein Leben selbst gestaltest und nicht darauf wartest, dass sich irgendwann einmal etwas von selbst verändert. Werde Dir darüber bewusst, dass Du selbst die Zügel für Dein Leben in der Hand hältst. Du bist in der Lage, Dir Dein Leben so zu gestalten, wie Du es gerne möchtest. Wenn Du anfängst die richtige Denkweise für Dich zu entwickeln und wenn Du all die negativen Glaubenssätze, mentalen Regeln der Gesellschaft, was alles nicht geht, wozu Du nicht in der Lage bist, einmal in Frage stellst und loslässt.

 

Wenn Du in Dir den Glauben entwickelst, dass Du selbst in der Lage bist, Dir das Leben zu erschaffen, dass Du gerne leben möchtest, dann beginnt die Magie des Lebens.


Coachingübung 1: Verändere Deine negativen Überzeugungen

Im Kapitel Die Wahrnehmung habe ich Dir bereits eine Methode beschrieben, wie Du vorgehen kannst, um eine destruktive Überzeugung in eine neue Wahrheit zu verändern. (Coachingübung 1: Erkenne Deine Wahrheit) 

 

Es wird wahrscheinlich mehrere Momente in Deinem Leben geben, wo Du Dinge für Dich geschlussfolgert hast, die sich heute negativ auf Dein Leben auswirken. Diese Schlussfolgerungen aufzulösen und richtig zu stellen, ist die Voraussetzung dafür, dass Du Dich traust, Dir Dein Leben so zu gestalten, wie Du es gerne möchtest.

 

Beispiele für negative Überzeugungen:

Ich bin zu dumm. Ich bin nicht gut genug.

Für mich interessiert sich sowieso niemand.

Ich bin nicht liebenswert. Ich bin nicht wertvoll.

Ich bin mangelhaft. Ich bin unwichtig.

Ich bin zu schwach. Ich bin hässlich.

Ich bin nicht kreativ. Ich bin unsportlich.

Ich traue mich nicht. Ich werde ausgeschlossen. 

 

In welchen Momenten Deines Lebens hast Du angefangen das zu glauben?

Bevor Du diese Aussagen für Dich als wahr angenommen hast, warst Du voller Vertrauen ins Leben. Du warst frei von allem Ballast. Genau dieser Mensch kannst Du wieder werden. 

 

Erinnerst Du Dich noch an alte Erlebnisse, die Dich dazu veranlasst haben, eine selbstsabotierende Schlussfolgerung für Dich zu kreieren?

Beispiele:

1) Dein/e beste/r Freund/in hat Dich verlassen und Du hast daraus geschlussfolgert, dass Du nicht liebenswert bist.

2) Du wurdest als Kind für einen Fehler übertrieben hart bestraft und hast daraus geschlussfolgert, dass es "gefährlich ist, Fehler zu machen.

3) Dein Vater hat Deine Mutter verlassen und Du hast daraus geschlussfolgert, dass dies nur geschehen ist, weil Du geboren wurdest.

4) Du hattest schlechte Noten in der Schule und hast daraus geschlussfolgert, dass Du dumm bist.

 

Gehe hier folgendermaßen vor.

 

Schritt eins:

Was genau fühlst Du, wenn Du an Dein vergangenes, schlimmes Erlebnis zurückdenkst? Lass das Gefühl zu. Lass zu, dass es mit der Erinnerung zu Dir zurück kehrt. Lege Dich hierzu am Besten auf eine Matte auf den Boden. Arme und Beine vom Körper weg. Handflächen nach oben. Deine Füße fallen leicht nach außen. Schließe Deine Augen und spüre in Deinen Körper. Wo bemerkst Du Anspannungen? Denke an das Erlebnis zurück und versuche es zu fühlen. Mache anschließend Deinen Körper komplett locker. Beende die Übung mit ein paar tiefen Atemzügen, stehe auf und nimm Dir ein Blatt Papier und einen Stift.

  

Schritt zwei:

Schreibe Dir alles auf, was Du mit dem Erlebnis in Verbindung bringst. Schreibe Deine Bewertungen der Situation und Deine Befürchtungen auf. Was war die ursprüngliche Überzeugung, die Du damals als Kind für Dich mitgenommen hast?

 

Schritt drei:

Stelle Dir die entscheidende Frage: 

  • Ist Deine alte Überzeugung wirklich wahr?

  • Bist Du Dir zu hundert Prozent sicher, dass sie wahr sind?

Schritt vier:

Schreibe Deine Geschichte um. Verändere Deine negativen Beurteilungen in positive Behauptungen und beweise Dir, dass die neuen, positiven Behauptungen wahr sind. 

 

Ein Beispiel hierfür:

Negative Behauptung: Ich bin wertlos, weil ich als Kind geschlagen wurde.

Positive Behauptung und Beweise: Ich bin deshalb überhaupt nicht wertlos. Das hat mit meinem Wert absolut nichts zu tun. Ich wurde zu einem Opfer von Gewalt. Ich bin wertvoll! Alleine die Tatsache, dass ich hier bin und lebe, macht mich zu einem Wunder und unendlich wertvoll. 


Coachingübung 2: Formuliere konkret Deine Ziele

Um ins Handeln zu kommen, brauchen wir klare Ziele, für die es sich lohnt, die alten, bequemen Gewohnheiten zu verlassen.

 

Formuliere Dein Ziele für Deine wichtigsten Lebensbereiche

 

Du hast inzwischen die Antworten der Fragen zu Deinem Ist-Zustand mit den Antworten der Fragen zu Deinen tiefsten Wünschen der Lebensbereiche verglichen.

 

Konzentriere Dich nun auf die Lebensbereiche, die am tiefsten Deinen Zustand beeinflussen und die Du am dringendsten verändern möchtest. Gucke Dir zu diesen Lebensbereichen noch einmal Deine tiefsten Wünsche an und beantworte die folgenden Fragen: 

  • Was genau möchtest Du für Dich verändern?

  • Wohin soll Dein Weg Dich führen?

  • Warum strebst du danach?

  • Ist das wirklich Dein eigenes authentisches Ziel?

  • Wie möchtest Du Dich fühlen, wenn Du Dein Ziel erreicht hast?

  • Wie würdest Du erkennen, dass alles so ist, wie Du es Dir wünschst?

  • Sind Deine Werte mit dem Ziel im Einklang?
  • Was würde die Erreichung Deines Ziels mit den Menschen in Deiner Umgebung machen?

  • Wie würde Dein Umfeld auf Dein Ziel reagieren? Positiv oder Negativ?

  • Wie sieht der Weg zum Ziel aus? Gibt es Etappenziele?

  • Stelle Dir vor, Du bist bereits 3 bis 5 Jahre in der Zukunft und alles ist so eingetroffen, wie Du es Dir wünschst: Wie sieht Dein Leben aus?

Formuliere jeweils für jeden Lebensbereich, der Dir momentan wichtig ist, einen aussagekräftigen Text für Deine Ziele. Der Text darf eine halbe bis ganze DIN A4 Seite lang werden. 

 

Formuliere Deine Ziele in der Gegenwart - als wären sie bereits erfüllt - formuliere sie attraktiv, realistisch, messbar und konkret. Beachte dabei, dass sie von Dir selbst erreichbar sein können. Warum möchtest Du die Ziele erreichen? Wofür sind Deine Ziele gut? Je stärker Dein Grund ist, warum Du ein bestimmtes Ziel erreichen möchtest, desto mehr wirst Du dafür tun, es wirklich zu erreichen. 

 

Deine Ziele sind authentisch, wenn Du Dich mit Klarheit, Reinheit, voller Begeisterung, Hingabe und in Liebe auf den Weg dorthin machen möchtest. Der Preis, den Du bezahlen musst, wenn Du Deine Ziele nicht erreichst, sollte immer höher sein, als die Arbeit und der Aufwand, Dich auf dem Weg zu machen, Deine Ziele zu erreichen.

 

Check:

  • Ist das Ziel attraktiv für Dich?
  • Ist das Ziel realistisch und von Dir selbst erreichbar?

  • Bis wann möchtest Du das Ziel erreicht haben? Gibt es Zwischenziele? Wenn ja, welche?

  • Woher weißt Du, dass Du am Ziel bist? Wie fühlst Du Dich dann? Was ist anders?

  • Welche Konsequenten/Auswirkungen hat das Ziel für Dich, andere Lebensbereiche und Deine Umwelt?

  • Ist das Ziel verträglich mit Deiner Welt?

  • Was ist das Ziel hinter dem Ziel? Wofür ist das Ziel wirklich gut? 

 

Du weißt nicht, was Du willst.

 

Wenn Dir keine konkreten Ziele oder Wünsche einfallen, dann nutze das Projekt Hoffnung dazu, herauszufinden, was Du gerne möchtest, was Deine Ziele und Träume sind. 

 

Hier ist es wichtig, Dich selbst nicht unter Druck zu setzen. Du kannst Dir zum Beispiel auch als Ziel setzen, zu lernen, loszulassen, dem Leben zu vertrauen und nicht alles mit dem Verstand regeln zu müssen. Im Laufe Deiner persönlichen Weiterentwicklung werden Antworten kommen. 

 

Viel wichtiger als ein konkretes Ziel, ist, Dir klar darüber zu werden, wie Du Dich fühlen möchtest. Vielleicht möchtest Du Dich voller Vertrauen fühlen? Oder Du möchtest Dich leicht und unbeschwert fühlen? Auch Gefühle können ein Ziel sein. 

 

Du fängst gerade erst an für Dich loszugehen. Wie viele Jahre Deines Lebens hast Du eher auf Umstände reagiert, als aktiv Dein Leben zu gestalten? Wie viele Jahre hast Du nicht die volle Verantwortung für Dich und Dein Leben übernommen? Du hast gerade erst damit begonnen, Dein Leben selbst in die Hand zu nehmen und hast noch so viele Jahre vor Dir.

  

Nimm Dir zum Beispiel ein, zwei Jahre Zeit herauszufinden, was Du eigentlich wirklich in Deinem Leben möchtest. Selbstverwirklichung und Selbsterfüllung ist ein Prozess und darf tatsächlich Dein ganzes Leben lang dauern. 

 

Der Weg ist das Ziel. 


Aufgabe 1: Erschaffe Dir aktiv Dein Wunschleben

Fange nun langsam damit an, Deine Welt in eine liebevolle Welt zu verwandeln und Dein Leben aktiv mit Dingen, die Dir gut tun, zu gestalten. 

  • Wie kannst Du selbst Freude in Deinen Tag bringen?
  • Wie kannst Du Freude in Dingen finden, die Dir eigentlich keinen Spaß machen? Wie kannst Du Dir die täglichen Aufgaben, die gemacht werden müssen, verschönern?
  • Wie kannst Du heute Deinen Tag gestalten, dass er lebenswert und freudvoll wird?
  • Wie kannst Du Deinen Tag so gestalten, dass er dem Leben entspricht, dass Du gerne leben möchtest?
  • Was kannst Du tun, um heute Dein Lieblingsgefühl zu empfinden?  

Erschaffe ganz aktiv schöne Dinge in Deiner Umgebung. Das fängt schon in Deiner Wohnung oder Deinem Arbeitsplatz an.

  • Hast Du es Dir gemütlich gemacht?
  • Gönnst Du Dir Blumen?
  • Welche Farben siehst Du in Deiner Wohnung oder an Deinem Arbeitsplatz?
  • Welche Farben hat Deine Kleidung?

Mache Du den ersten Schritt.

  

Lächle einfach einmal beim Spaziergang die anderen Spaziergängern aktiv an und grüße freundlich. Hilf der alten Dame beim Tragen ihrer Einkäufe oder mache Deiner Arbeitskollegin oder Deinem Kollegen ein nettes Kompliment. Spring über Deinen Schatten und übe selbst aktiv zu werden. Du wirst erstaunt sein, wie sich langsam alles verändern wird, wenn Du selbst die Initiative ergreifst und die volle Verantwortung für Dein Leben und Deinen Zustand übernimmst.

 

Lasse Dich nicht davon entmutigen, wenn der Autofahrer hinter Dir drängelt oder wenn einmal ein Mensch nicht zurück grüßt, obwohl Du freundlich "Hallo" gesagt hast. Nimm diese Dinge nicht persönlich. Wir wissen nie, was der andere gerade durchmacht. Nimm genau diese Situationen zum Anlass und sage Dir: „Und jetzt erst recht!“

 

Veränderung beginnt bei Dir!


Aufgabe 2: Verantwortung übernehmen, auch wenn es unbequem wird

Entwickle ein gesundes Bewusstsein dafür, wie Du im Alltag in Stresssituationen reagierst. 

 

Manchmal kommen wir in Situationen, die uns enorm stressen. Wir regen uns auf, sind wütend und es fällt uns schwer, uns noch zu kontrollieren (= Drama-Modus). Gerade, wenn andere Menschen beteiligt sind, können wir in diesem aufgewühlten Zustand großen Schaden anrichten. Hier ist es sinnvoller sich zurückzuziehen und abzuwarten bis man wieder ruhiger ist. Ist erst einmal die erste Wut verflogen, ist die Situation meistens gar nicht mehr so schlimm. In einem ruhigen Zustand können wir die Dinge anschließend auf sachlicher Ebene konstruktiv klären. 

 

Durch Deine Selbstbeobachtung lernst Du immer schneller wahrzunehmen, wenn Du in den Drama-Modus verfällst. Wenn Du bemerkst, dass es in Dir brodelt und Du Dich gerade falsch verhältst, dann richte Deine ganze Konzentration nach Innen. Fokussiere Dich auf Dich selbst und Deinen Atem. Nehme Deine körperlichen Reaktionen bewusst wahr und atme besonders tief ein und aus. Entscheide Dich in diesen Situationen ganz bewusst für Frieden, indem Du Dir in Gedanken z.B. sagst: „Ich wähle Frieden!“ oder „Frieden beginnt bei mir!“ 

 

Das Wichtigste hierbei ist, dass Du Dich nicht abwertest für Deine Reaktionen. Sei liebevoll mit Dir. Schenke Dir gedanklich eine Umarmung und gebe Dir selbst die Liebe, die Du brauchst.


Ritual: Frieden beginnt bei mir!

Diese kleine Übung hilft Dir dabei, Dich in stressigen Situation zu Dir zurückzuholen.

  

Du nimmst einfach die Finger Deiner beiden Hände und sagst mit jedem Fingerwechsel ein Wort. 

 

Es geht los mit dem Zeigefinger. Berühre mit Deiner Zeigefinger-Spitze Deine Daumen-Spitze und sage „Frieden“. Dann mit der Mittelfinger-Spitze Deine Daumen-Spitze und sage „beginnt“. Dann berührt die Ringfinger-Spitze die Daumen-Spitze und Du sagst „bei“. Und schließlich berührt die Spitze des kleinen Fingers die Daumen-Spitze und Du sagst „mir.“ 

 

Wiederhole diesen Fingerlauf mit beiden Händen gleichzeitig einige Male und spreche dabei die Worte:

 

„Frieden beginnt bei mir.“ 


Inspiration

Podcastfolge: Warum ist es so schwer, ins Handeln zu kommen?


 

Glücksbotschaft

 

„Du bist hier, um zu leben und nicht, um auf den Tod zu warten.“

 

Sich glücklich zu fühlen und sich ein wunderschönes und erfülltes Leben zu erschaffen, ist ein aktiver Prozess. Es ist ein Prozess der Initiative, der Entscheidungen und aktiven Handlungen. Natürlich ist dieser Prozess auch herausfordernd und es braucht ein gewisses Maß an Mut dafür.

 

Doch was kann Dir wirklich passieren, wenn Du es tust? Wenn Du losgehst, Dinge ausprobierst, einiges davon wieder sein lässt, neue Dinge ausprobierst, vielleicht sogar scheiterst und wieder neue Wege gehst? Genau das ist Leben! Du bist nicht hier, um jeden Schritt perfekt zu machen. Du bist hier, um Fehler zu machen, um in Dir immer wieder Neues zu entdecken, um Dich selbst immer wieder neu zu erfinden und das Leben in all seiner Fülle und Herrlichkeit zu erfahren.

 

Deine Andrea 


Zusammenfassung:

  • Veränderung geschieht durch eine aktive Gestaltung Deines Lebens. 
  • Sei selbst so, wie Du es Dir von anderen Menschen wünschst.