Die Körpersprache

 

"Du siehst die Welt nicht so, wie sie ist.

Du siehst die Welt so, wie Du bist.“ 

Mooji

 

In einer negativen Phase denken wir häufig die anderen Menschen sind egoistisch und selbstverliebt. Wir glauben, die meisten Menschen, die uns im Alltag begegnen, haben nicht mal mehr ein kleines Lächeln für uns übrig, sondern sind total auf sich fixiert. Doch wenn wir ganz ehrlich sind und uns selbst einmal von einer Vogelperspektive aus beobachten würden, dann würden wir erkennen, dass wir irgendwie genauso aussehen, wie die Menschen, die wir kritisieren. 

 

Wenn Du Deine Körpersprache zum Positiven hin veränderst, werden sich auch die anderen Menschen verändern. Denn wir spiegeln uns immer nur gegenseitig. Das liegt an den Spiegelneuronen. Hierbei handelt es sich um spezielle Nervenzellen in unserem Gehirn. Diese Zellen werden erst durch die Gegenwart anderer Menschen aktiviert. Sie melden uns, was Menschen in unserer Nähe fühlen und lassen uns deren Freude und Schmerz mitempfinden. Deshalb ist Lachen so ansteckend, umgekehrt aber auch eine gedrückte Stimmung. Wir passen uns dem anderen an. Gerade sehr empathische Menschen werden von den Stimmungen in ihrer Umgebung sehr beeinflusst. Wenn wir nun negativ und depressiv gestimmt auf andere treffen und diese unsere Stimmung spüren, uns aber überhaupt nicht kennen und sich jetzt einfach nur gut fühlen wollen, wen wundert es dann, wenn sie sich von uns abwenden? Da der ganze Prozess unterbewusst stattfindet, spüren diese Menschen wahrscheinlich irgendeine traurige Welle auf sich zukommen und möchten sich einfach nur schützen, indem sie sich sofort zurückziehen. Deshalb kommt es uns oft so vor, als würden die Menschen uns nicht mal eines Blickes würdigen. 

 

Mit der Veränderung Deiner Körpersprache wirst Du auch eine Veränderung der Menschen in Deiner Umgebung bewirken. 


Aufgabe 1: Achte auf Deine Körpersprache

Einen negativen oder depressiven Menschen erkennt man meistens schon an seiner Körpersprache. Seine Körperhaltung ist eingesunken. Seine Bewegungen sind langsam. Seine Mimik ist reduziert. Er redet langsamer, leiser und emotionsloser, als ein lebensfroher Mensch. Das Fatale ist, dass diese Körpersprache die depressive Verstimmung noch begünstigt. Das Erfreuliche ist, dass Du der Sprache Deines Körpers nicht ausgeliefert bist, sondern sie selbst bewusst steuern kannst.

 

Fange damit an, Deinen Körper aktiv auf eine lebensbejahende, aufrechte Haltung und eine ausladende Gestik hin zu trainieren und ein Lachen auf Dein Gesicht zu erzeugen. Denn dies wird sich auf Deine Stimmung auswirken. Ich weiß, es ist schwierig zu lachen, wenn einem überhaupt nicht zum Lachen zumute ist. Es kommt einen sogar irgendwie falsch vor. Doch viel wichtiger ist doch, dass Du mit Deinem Körper extrem viel für Dein Seelenheil bewirken kannst. 

 

Beobachte die kommenden Tage ganz gezielt Deine Körpersprache und wirke aktiv auf sie ein.

  • Wie bewegst Du Dich eigentlich den ganzen Tag über?
  • Wie gehst Du?
  • Wie sitzt Du?
  • Wie stehst Du?
  • Wie tretest Du anderen Menschen gegenüber?
  • Wie guckst Du andere Menschen an?
  • Wie ist Dein Gesichtsausdruck?
Richte Deinen Körper auf und lächle. 
Stelle Dich einmal vor einen Spiegel ganz aufrecht hin. Die Schultern bleiben unten und gehen leicht nach hinten. Der Brustkorb wölbt sich nach vorne. Mache Dich ganz groß. Merkst Du was? Alleine durch dieses Aufrichten, kannst Du ganz anders atmen. Jetzt lasse Deine Mundwinkel nach oben wandern und lächle Dich an. 

 

Gehe bewusst, sitze bewusst und sei bewusst in Deinen Bewegungen. Beobachte Dich immer wieder selbst und achte darauf, was Dein Körper gerade macht und greife dann aktiv ein, verändere Deine Haltung und Deine Bewegungen. Seine eigene Körpersprache kann man mit einem entsprechenden Training ganz neu lernen und genau das solltest Du Dir zunutze machen.


Aufgabe 2: Gebrauche bewusst Deine Stimme

Genauso wie mit der Körpersprache verhält es sich übrigens auch mit Deiner Stimme. Trau' Dich Deine Stimme kraftvoll und bestimmt zu benutzen! Stimme kann man trainieren, wie alles andere auch. 

 

Tipp:

In den Volkshochschulen werden oft Kurse für Stimmtraining angeboten.


Aufgabe 3: Tu Dinge, die Dich herausfordern

Du bist der einzige Mensch, der für Dich und Dein Handeln verantwortlich ist. Mit Dingen, die Du Dich traust, baust Du wahnsinnig viel Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl auf. Wenn Du einmal eine Sache machst, vor der Du Dich eigentlich fürchtest, wird das Deine Selbstsicherheit enorm puschen. Das müssen keine großen Dinge sein. Sei hier ganz liebevoll mit Dir und fang klein an. Aber fang an! Selbstbewusstsein ist etwas, dass man aktiv trainieren muss, damit es entsteht.

 

Beispiele:

Melde Dich zu einem Vortag, einem Seminar oder einem Kurs an; gehe alleine ins Kino, ins Theater oder ins Konzert; setze Dich alleine in ein Café; spreche einen Menschen an, den Du nicht kennst; probiere ein neues Hobby aus; lasse Dich von einem Stylisten beraten und verändere Deine Frisur; ziehe farbenfrohe Kleidung an, wenn Du normalerweise schwarz bevorzugst; gehe extra langsam über einen Platz mit vielen Menschen, wenn Dir das eigentlich unangenehm ist; stelle Dich in die Mitte, wenn Du sonst gerne am Rand stehst; melde Dich im Meeting zu Wort, wenn Du sonst ein stiller Zuhörer bist, etc.


Aufgabe 4: Befreie Dich von Energieräubern

Dir neue Routinen in Deinem Alltag aufzubauen, soll Dir auch dabei helfen, Dich von alten Gewohnheiten, die Dir Energie rauben, zu lösen. Wir umgeben uns mit vielerlei Dingen, gehen Bindungen zu Sachen oder auch Umständen ein und leben Verhaltensweisen, die uns wahnsinnig viel Kraft rauben und außer eine kurzfristige Befriedigung nicht wirklich einen Vorteil für uns haben. Oft sind wir uns dessen überhaupt nicht bewusst. 

 

Hier ein paar Beispiele für Energieräuber: 

  • zu selten freie Abende

  • ständig voller Terminkalender

  • verschleppte Gesundheitsprobleme

  • Genussmittelsüchte (Süßes, Alkohol, Zigaretten)

  • Abos von Zeitschriften und Zeitungen, die nicht gelesen werden

  • ungenutzte Mitgliedschaften in Vereinen

  • immer erreichbar sein müssen

  • soziale Netzwerke

  • Schulden

  • zu viele Rollen und Verpflichtungen

  • Stillstand, Faulheit, Desinteresse

  • Neid, Hass

  • Lästereien

  • Lug, Betrug, Rache

  • Unerledigtes, Unausgesprochenes (in der Familie)

  • Äußerlichkeiten und Status

  • Angeberei

  • jahrelanges Trauern um den Verlust eines Menschen

  • alte Erinnerungen, Bücher, Briefe, Fotos (die uns zu sehr einnehmen)

  • Essen ohne Hunger (über die normalen Mahlzeiten hinaus)

  • fehlende Ruhe und Entspannung

  • Unordnung, Unübersichtlichkeit

  • alles selber machen müssen

  • zu viel Besitz: volle Schränke, Keller, Garagen

  • Verharren an Orten, die uns nicht gefallen (hässliche Gegend, neben dem Bahngleis, einer Fabrik, ohne Grün etc.)

  • immer die oder der Beste sein müssen

  • immer perfekt aussehen müssen

  • immer Recht haben müssen

Fang damit an, Deine Gewohnheiten, Bindungen und Abhängigkeiten aufzuspüren und im ersten Schritt anzunehmen, was momentan ist. Jede Gewohnheit hatte ihren Sinn.

 

Stelle im zweiten Schritt die Dinge in Frage:

  • Tun Dir Deine momentanen Verhaltensweisen und Bindungen wirklich gut?
  • Was erhoffst Du Dir damit?
  • Gibt es andere, sinnvollere Möglichkeiten, Dir das zu geben, was Du Dir davon erhoffst?
  • Was würde sich in Deinem Leben verändern, wenn Du etwas davon loslassen würdest?
  • Wie würdest Du Dich dann fühlen?  

Und beginne im dritten Schritt Dich peu á peu von Deinen Energieräubern zu befreien.


Coachingübung:  Visualisiere und fühle Dich in Dein konkretes Ziel ein

Eine Deiner täglichen Routinen ist es, Bilder in Dir zu erzeugen, wie Dein Wunschleben aussieht und Dich immer mehr in Deinen Wunschzustand hineinzufühlen. Werde hierbei immer klarer und konkreter in Deiner Vorstellung und gehe immer mehr ins Detail, wie Dein Traumleben eigentlich genau aussehen soll. Häufig scheitern wir genau daran, uns ein glückliches und erfülltes Leben zu erschaffen, weil wir überhaupt nicht wissen, wie dieses Leben eigentlich sein soll und was genau dieses Leben beinhalten soll.

 

Erlaube Dir bei Deiner Vorstellung groß und grenzenlos zu träumen. Tu so, als wäre Dir alles möglich. 

 

Stelle Dir vor, Du lebst dieses Traumleben bereits. Alles ist genauso eingetroffen, wie Du es Dir wünschst und vorgenommen hast. Sieh Dich um:

  • Was siehst Du?
  • Welche Bilder tauchen in Dir auf?
  • Wo bist Du? An welchem Ort befindest Du Dich?
  • Wie fühlt es sich an, dort zu sein? Was genau empfindest Du dabei?
  • Welche Menschen oder Tiere sind bei Dir?
  • Was tust Du gerade?
  • Wie bringst Du Dich in der Welt kreativ zum Ausdruck?
  • Wie bringst Du Sinnhaftigkeit in Dein Leben?
  • Welche Lebensvision lebst Du?

Schreibe Dir so detailliert wie möglich auf, was Du alles gesehen hast. Wenn es Dir schwer fällt Bilder in Dir zu erzeugen, gehe gleich über ins Schreiben. Schreibe einfach darauf los, wie genau Dein perfektes Leben aussieht.

 

Tipp:

Suche Dir eine Symbol, dass Dich immer an Dein Wunschleben erinnert und lass dieses Symbol zu Deinem Begleiter werden. Dein Symbol sollte irgendetwas Kleines sein. Etwas, dass Deinen Wunschzustand symbolisiert und Du ganz einfach überall hin mitnehmen kannst. Mein Symbol ist z.B. ein kleines Herz aus Holz. Ich nehme es fast überall mit. Wenn ich am Schreibtisch sitze liegt es auf dem Tisch. Wenn ich raus gehe, ist es in meiner Jackentasche und wenn ich abends zu Bett gehe, liegt es auf meinem Nachttisch. Ein greifbares Symbol hilft Dir dabei, immer daran zu denken, was Du in Deinem Leben erreichen möchtest und den Fokus darauf nicht zu verlieren.


Tipps für einen erholsamen Schlaf

Überprüfe Deine Schlafgewohnheiten

  • Wieviel schläfst Du?
  • Ist der Schlaf, den Du Dir gibst gesund, d.h. schläfst Du lange genug oder schläfst Du vielleicht sogar zu lange und zu viel? Wie oft legst du Dich tagsüber hin?
  • Ist es in Deinem Zimmer nachts dunkel genug?
  • Wie ist die Temperatur in Deinem Schlafzimmer? Bekommst Du frische Luft?
  • Gehst Du zu geregelten Zeiten ins Bett und stehst Du zu geregelten Zeiten auf?
  • Wie liegst Du auf Deiner Matratze? 
  • Steht Dein Bett an einer günstigen Stelle?
  • Wann guckst Du abends das letzte mal auf einen Bildschirm?
  • Mit was für Dingen beschäftigst Du Dich die letzte Stunde, bevor Du Dich schlafenlegst?
  • Wann und was isst und trinkst Du abends? Ist dies schlaffördernd?

In der Regel sind 7 bis 8 Stunden am Stück Schlaf gesund und es ist förderlich für den Schlaf, wenn der Raum eher kühl als zu warm ist und die Luft nicht stickig wird. Lüfte den Raum, bevor Du Dich hinlegst, am Besten noch einmal richtig durch. Optimal ist es auch, wenn Du immer ungefähr zur gleichen Zeit einschläfst und aufstehst. (Z.B. abends um 22:00 Uhr einschlafen und um 6:00 Uhr aufstehen.) Wir verbringen mindestens 1/3 unseres Lebens im Bett. Deshalb lohnt es sich sehr, in ein qualitativ hochwertiges und bequemes Bett zu investieren. Oft machen wir uns auch bezüglich des Standortes unseres Bettes keine großen Gedanken. Leitungen, Wasserrohre, Spiegel, elektronische Geräte, die Himmelsrichtung, all das kann unseren Schlaf beeinflussen. Wer bis spät abends am Laptop, Tablet oder Handy sitzt, kann häufig auch schlechter einschlafen, weil unser Nervensystem besonders empfindlich auf die blauen Wellenlängen des Lichtes, mit dem die Geräte beleuchtet werden, reagiert. Wenn man sich bis kurz vor dem Hinlegen mit Dingen beschäftigt, die einen eher emotional aufwühlen, ist dies ebenso nicht förderlich für einen gesunden und erholsamen Schlaf. Um den Schlaf nicht zu belasten, empfiehlt es sich abends leichte Kost zu wählen und auf anregende Getränke zu verzichten. Zwischen der letzten Mahlzeit und dem Schlafengehen sollten idealerweise mindestens 3 Stunden liegen.

 

Es gibt für alles immer eine Ursache. Auch dafür, wie wir schlafen. Werde Dir auch hier klar darüber, wie Deine Situation aktuell ist und was Du alles dafür tun kannst, um Deinen Zustand zu verbessern.


Zusammenfassung:

  • Deine eigene Haltung, Gestik, Mimik und Stimme beeinflussen, wie andere Menschen auf Dich reagieren.