Die Zukunft

 

"Nur wer sein Ziel kennt,

findet den Weg.."

Laotse

 

 

Ein Ziel vor Augen zu haben, hilft uns dabei, uns weiterzuentwickeln. Ziele geben uns Antrieb und veranlassen uns dazu, uns mit uns selbst und unseren Fähigkeiten zu beschäftigen. 

 

Gerade in Momenten der Antriebslosigkeit hilft uns der Weg zu einem Ziel, uns immer wieder aufzuraffen und weiterzumachen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um kleine Ziele oder große Lebensträume handelt. Nur, wenn wir ein Ziel vor Augen haben, können wir uns etwas vornehmen und uns Tun kommen. Und während wir in diesen schöpferischen Prozess eintauchen, Ideen in uns zu entwickeln, Gefühle der freudigen Erwartung in uns spüren und unser Leben durch unsere Handlungen aktiv selbst gestalten, verändern wir uns in den Menschen, der wir sein möchten.

 

Wenn wir ein Ziel haben, dann definieren wir unsere Wünsche selbst und nehmen unser Leben selbstverantwortlich in die Hand. Wird unser Leben zielgerichtet, hören wir auf, nach Ausreden zu suchen, sondern tun, was getan werden muss, um unserem Ziel näher zu kommen. Auf dem Weg zu unserem Ziel können wir Fähigkeiten und Talente in uns entdecken, von denen wir zuvor noch überhaupt keine Ahnung hatten, dass sie in uns schlummern. Wir lernen uns immer besser kennen und uns wird immer klarer, was wir im Leben eigentlich wirklich möchten. 

  • Wofür schlägt Dein Herz? Was bringt Dein Herz zum Singen?
  • Was möchtest Du wirklich?
  • Was möchte sich durch Dich hindurch entfalten?
Diese Fragen lassen sich meistens nicht beantworten, wenn wir unser Leben passiv geschehen lassen, auf Umstände reagieren und die Dinge hinnehmen, statt selbst die Initiative zu ergreifen. Auf dem Weg zu unserem Ziel wachsen wir und gewinnen an Selbstachtung und Selbsterkenntnis. Letzten Endes zählt es dann überhaupt nicht mehr, ob wir tatsächlich da landen, wo wir anfänglich hin wollten. Oft ändert sich unser Ziel sogar, wenn wir uns immer tiefer mit uns selbst beschäftigen und auf uns einlassen. Es sind nicht unsere erreichten Ziele, die am Ende zählen. Es ist die immer wiederkehrende Bereitschaft, uns auf die Suche nach neuen Wegen zu machen, Dinge auszuprobieren und dabei neue Möglichkeiten des Wachstums für uns zu entdecken.
Auf dem Weg zu einem Ziel kommen wir immer mehr in Verbindung mit unserem wahren Wesenskern. Ein Ziel führt uns zu unserem vollen Potenzial. Der Weg ist weit wichtiger, als die Ankunft. Denn unser Weg, das Leben voll auszuschöpfen, ist letztlich das Ziel.
Bei unseren Wünschen und Träumen geht es gar nicht so sehr um deren Erfüllung. Es geht eher immer um das Gefühl, dass wir uns mit deren Erfüllung erhoffen. Du kennst es bestimmt, dass Du Dir ein bestimmtes Ziel setzt und die Erwartung in Dir entsteht: Wenn Du dieses Ziel erreicht hast, dann bist Du glücklich. Ein paar Beispiele: „Wenn ich reich bin, dann geht es mir richtig gut. Wenn ich den idealen Partner gefunden habe, dann bin ich glücklich. Wenn erst mal ein Kind in meinem Leben ist, dann bin ich erfüllt. Wenn ich meine Berufung gefunden habe, dann ist alles gut.“

 

Diese Wenn-Dann-Konstellationen lassen uns immer mehr in der Zukunft leben, als im Hier und Jetzt. Unser Glück und unsere Erfüllung werden damit abhängig von Dingen, die irgendwann einmal passieren sollen. In Wirklichkeit geht es aber gar nicht um das Ziel, dass am Ende steht, es geht um einen bestimmten Seinzustand, den wir mit der Erfüllung unserer Ziele erreichen möchten. Es geht darum, dass wir uns auf eine bestimmte Art und Weise fühlen möchten. Deshalb ist es sinnvoll, Dir immer klarer zu werden, welchen Seinszustand Du gerne leben möchtest und in genau diesen Zustand im Hier und Jetzt einzutauchen.

 

Der Grund, weshalb Du in diesem Projekt jeden Tag Deine Routinen machst, ist, Dein Bewusstsein, Deinen Verstand, Deinen Körper und Deine Seele in einen anderen Seinszustand hinzutrainieren. Wenn Du es schaffst, in Dir im Hier und Jetzt einen Seinszustand von z.B. Einsicht, Bereitschaft, Mut, Liebe, Frieden oder Freude zu erzeugen, dann hast Du genau das erreicht, was sich alle Menschen für die Zukunft wünschen.

 

Dir ein freudvolles Befinden zu erschaffen bedeutet nicht, alle unangenehmen Gefühle zu verleugnen. Wenn Du verstehen willst, ob Du im Einklang Deiner wahren Bedürfnisse handelst, ist es wichtig alle Gefühle zuzulassen und anzunehmen. Denn alle Gefühle, sei es Freude, Liebe, Euphorie oder eben auch Angst, Groll, Neid und Hass möchten Dir immer etwas mitteilen und zeigen Dir den richtigen Weg. Wenn es Dir gelingt, jedes Gefühl als den Überbringer einer Botschaft zu betrachten und offen zu sein, auch für die Botschaften, die sich erst einmal nicht gut anfühlen, hast Du den wertvollsten Wegweiser, den es gibt.

 

Überprüfe auf Deinem Weg über Deine Gefühle immer wieder, ob Du gerade auf der richtigen Spur bist, aber lasse Dich nicht von Deinen Ängsten manipulieren. Wenn Ängste kommen, heiße sie willkommen und analysiere sie. Ist die Angst begründet, weil wirklich Gefahr droht? Oder rührt die Angst aus einem Erlebnis oder Glaubenssatz Deiner Vergangenheit? Die Kunst liegt darin, sich nicht von der Angst oder auch irgendeinem anderen Gefühl leiten zu lassen, sondern Herr über seine Gefühle zu werden, sie anzunehmen, fließen zu lassen und mutig  immer weiter zu gehen.

Über die Zeit und das Hier und Jetzt

Das Leben findet immer nur in genau diesem Moment statt. Nur im Jetzt sind wir überhaupt in der Lage dazu, zu leben. Zeit ist im Prinzip ein von unseren Gedanken erschaffenes System, dass in Wirklichkeit überhaupt nicht existiert. Es gibt keine Vergangenheit und auch keine Zukunft. Sie sind nur Schöpfungen unseres Verstandes. Zeit existiert tatsächlich nur durch die Bewegung unserer Gedanken. Wenn Du glaubst, irgendwann einmal mehr Zeit dafür zu haben, wirklich zu leben und glücklich zu sein, dann irrst Du Dich. Denn in der Zukunft kannst Du weder etwas tun, noch etwas fühlen. Das kannst Du immer nur im Jetzt. Alles, was ist, ist genau in diesem Moment. Und nur dann. Das Jetzt ist das Einzige, das existiert und es ist immerwährend. Denn das Jetzt kann nie vergehen. Das einzige was Du zu tun hast, ist, mit allem, was Dich ausmacht, einzutauchen in diesen Moment und zu leben. Wenn Du darüber nachdenkst, dass der Zeitpunkt schon noch kommen wird, an dem es Dir gut geht oder Du dies oder das machen wirst, dann wird dieser Zeitpunkt niemals kommen. Wenn Du Dich auf eine bestimmte Art und Weise fühlen möchtest, oder Du etwas unbedingt tun möchtest, dann ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt dafür, damit anzufangen.


Coachingübung 1: Der Weg ist das Ziel

Du hast inzwischen konkrete Ziele für Deine wichtigsten Lebensbereiche formuliert, Deine Ressourcen überprüft und Deinen Weg dorthin geplant. Jetzt geht es darum, los zu gehen und Deine Ziele zu verwirklichen. 

  • Kannst Du jetzt damit beginnen Deinem Ziel entgegen zu gehen?
  • Wie kann der erste Schritt auf Deinem Weg zum Ziel aussehen? 
  • Was kannst Du heute schon tun, um Dir Deinen Wunsch zu erfüllen? 
  • Was kannst Du jeden Tag dafür tun? 

Bitte nimm Dir Zeit und beantworte die Fragen schriftlich. Schreibe Dir gerne zusätzlich jeden Morgen drei konkrete Dinge auf, die Du heute tun kannst, um Dein Ziel zu erreichen.


Coachingübung 2:  Rat aus der weisen Zukunft

Nimm eine Meditationshaltung ein und schließe Deine Augen. Atme ein paar mal tief ein und aus um zur Ruhe und bei Dir anzukommen.

 

Stelle Dir nun vor, Du triffst auf einer Parkbank Dein älteres und weises Ich, das mit Güte und Liebe auf sein jüngeres Ich (also Dich) schaut. Das weise Ich ist ausgeglichen, liebevoll und vital, weil es im Einklang mit seinen Werten und schon seit vielen Jahren sein Wunschleben und seinen Wunschzustand lebt. Irgendwann in seiner Vergangenheit (also Deiner Zukunft) hat es damit begonnen, auf eine glücklichere Weise zu fühlen, zu denken und zu leben, und von da an gute Ziele auf eine sinnvolle Weise verfolgt.

  

Stelle Deinem weisen Ich folgende Fragen: 

  • Wann hast Du damit angefangen wirklich zu leben?

  • Wie hast Du das gemacht?

  • Wie hast Du Deine Stärken, Talente und Fähigkeiten aktiv umgesetzt und gelebt?

Lasse Dir von Deinem weisen Ich genau erklären, wie es (also Du) von nun an gelebt hat.

 

Öffne Deine Augen, nimm Dir ein Blatt Papier und einen Stift und schreibe Dir alles auf, was Dir Dein weises Ich erzählt hat. Schreibe einfach darauf los ohne auf Rechtschreibung oder Satzbau zu achten. Schreibe auch alles auf, was Dir ganz spontan noch zusätzlich in den Sinn kommt.


Aufgabe 1: Lebe Deine Routinen

Im Laufe des Projekts Hoffnung habe ich Dir immer wieder Routinen vorgeschlagen, die Dir dabei helfen mittel- und langfristig Deinen Seinszustand zu verändern. Suche Dir ganz konkret die Routinen aus, die Dir wahrhaft gut tun, oder Dich auch ein bisschen herausfordern und baue diese fest in Deinen Tag ein. Ganz wichtig ist hier, dass Deine Routinen etwas sind, was Dir gut tut und nicht etwas, was Dich stresst. 

 

Bedenke aber auch, dass es sein kann, dass Deine positiven Routinen täglich zu praktizieren, immer mit ein bisschen Druck verbunden ist. Denn ganz automatisch möchte Dein Gehirn in erster Linie Bequemlichkeit und Sicherheit. Wie es Dir damit geht, ist Deinem Gehirn ziemlich egal. Auch ich muss mich selbst immer wieder antreiben, hier am Ball zu bleiben. Aber ich weiß, wie ich mich fühle, wenn ich mit meiner täglichen Praxis wieder aufhöre und das ist für mich Motivation genug.

 

Deine Routinen sind keine kurzfristige Angelegenheit, die Du nur praktizierst, um Dich irgendwann besser zu fühlen. Sondern sie unterstützen Dich tatsächlich Dein ganzes Leben lang dabei, Dir Deinen Wunschzustand zu erhalten.


Tipps gegen Müdigkeit

Wenn man unter Müdigkeit, Schwäche oder sogar Benommenheit und Schwindel leidet, ist es sehr schwer und besonders herausfordernd sich immer wieder aufzuraffen und an seiner Persönlichkeit zu arbeiten. Wenn Du über einen langen Zeitraum unter diesen Symptomen leidest, solltest Du Dich auch hier auf Ursachenforschung machen. Oft leiden wir darunter, nehmen dies aber irgendwie hin und glauben, dass wir damit leben müssen, weil es vielleicht schon seit Jahren so ist. Doch ein müder, benommener und erschöpfter Zustand ist kein normaler Zustand und Du musst Dich nicht zwangsweise so fühlen. Auch hierfür gibt es seinen Grund und auch hier kannst Du Dich aufmachen, dies zu verändern. 

 

1. Nährstoffe/Vitamine/Schilddrüsenwerte u.ä. abklären

Kläre beim Spezialisten alles Körperliche ab. Über ein Blutbild erhältst Du einen Überblick darüber, ob Dein Werte im Rahmen liegen, oder ob eventuell ein Mangel besteht. 

 

2. Niedriger Blutdruck

Wenn Du einen niedrigen Blutdruck hast, fördert dieser zwar die Müdigkeit, doch mit ein paar Tricks kannst Du auch hier Deinen Zustand verbessern: 

  • Wechselduschen oder mindestens am Schluss kurz kalt abduschen

  • Tagsüber immer mal wieder kaltes Wasser über Deine Handgelenke fließen lassen

  • Nicht zu viel Ausdauersport treiben, sondern eine Sportart bevorzugen, die Deinen Puls immer wieder in die Höhe treibt

  • tagsüber immer wieder für kurze Einheiten körperlicher Bewegung sorgen (nach einer Stunde Schreibtischarbeit z.B. kurz aufstehen, ein paar Kniebeugen machen, einmal die Treppe rauf und runter laufen etc.)
  • zwischendurch am Fenster die kühle, frische Luft einatmen 

3. Fragen zur Müdigkeit 

  • Ist Deine Ernährung sehr Kohlehydrat-lastig oder enthält sie viel Zucker? Zu viel davon fördert die Schwäche/Müdigkeit.

  • Was und wie viel trinkst Du? Um Deinen Körper hier schon einmal gut zu versorgen empfiehlt es sich, überwiegend stilles Wasser zu trinken. Zwischendurch mal einen Saft zu trinken, beeinträchtigt wahrscheinlich nicht Dein Wohlbefinden, aber überwiegend zuckerhaltige Getränke tun dies schon.

  • Wie schläfst Du? Wie lange schläfst? Gehst Du zu regelmäßigen Zeiten ins Bett? Ist im Schlafzimmer für frische Luft gesorgt? (Hast Du die Tipps für einen erholsamen Schlaf gelesen?)

  • Wie sieht Dein persönliches Gesundheitsprogramm aus? Was tust Du, um gesund, widerstandsfähig, leistungsfähig und ausgeglichen zu sein? 

4. Körperliche Bewegung/Sport/frische Luft 

  • Was machst Du an körperlicher Bewegung/Sport?

  • Wie bewegst Du Dich?

  • Wie ist Deine Körperhaltung?

  • Wie sitzt Du?

  • Wie gehst Du? Wie gehst Du z.B. eine Treppe hoch?

  • Wie atmest Du?

  • Gehst Du regelmäßig in der frischen Luft spazieren?

5. So tun, als ob

Mir persönlich hat die innere Einstellung, so zu tun, als wäre ich bereits munter, kraftvoll und fit, sehr geholfen. Das heißt zwinge Deinen Körper zu schnellen, kraftvollen Bewegungen, zu tiefen Atemzügen, zu einer aufrechten Haltung, mach Dich immer wieder gezielt aufrecht und groß, wähle einen flotten Gang.

  

Um zwischendurch Deinen Kreislauf in die Höhe zu treiben, könntest Du auch die Jubel-Übung machen, die ich im Projekt schon erwähnt habe.

 

6. Alle Gefühle zulassen

Die Gefühle, die wir nicht spüren wollen, zu verdrängen, kann uns unglaublich viel Energie kosten und sogar die Ursache für Deine Müdigkeit sein. Eine über Jahre hinweg verdrängte Wut kann meiner Meinung nach sogar die Ursache von Depressionen sein. 


Inspiration

Podcastfolge: Müdigkeit, Schwäche und Antriebslosigkeit - Du musst nicht damit leben!


 

Glücksbotschaft

 

"Der richtige Augenblick für alles ist JETZT."

 

Im Leben geht es gar nicht so sehr darum, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Es geht viel mehr darum, aus jedem einzelnen Tag, den besten Tag Deines Lebens zu machen. Denn jeder Tag ist in sich abgeschlossen, wie ein kleines eigenes Leben. Wenn es Dir gelingt, jeden Tag so zu leben, dass Du abends sagen kannst: „Ich bin unendlich dankbar für diesen Tag und freue mich schon auf morgen.“ dann hast Du  alles erreicht.

 

Das Leben findet jetzt, in genau diesem einen Augenblick statt. Nicht vor einer Minute und auch nicht in einer Minute. JETZT ist genau der richtige Zeitpunkt das Leben genauso zu leben und Dich so zu fühlen, wie Du es Dir wünschst.

 

Deine Andrea


Affirmation als Handyhintergrund


Zusammenfassung:

  • Ziele geben uns Antrieb und helfen uns dabei uns immer besser kennenzulernen und uns klar darüber zu werden, wie wir eigentlich wirklich leben und wie wir sein möchten.
  • Der Weg ist das Ziel.