Zwischenstopp - Motivation

 

"Beginne das Notwendige, dann tue das Mögliche und

plötzlich wirst Du das Unmögliche tun." 

Franz von Assisi

 

Es kann gut sein, dass Du, während Du diesen Prozess durchläuft, nach ein paar Wochen sogar so etwas wie einen Rückschritt machst, der sich überhaupt nicht gut anfühlt für Dich. Vielleicht denkst Du Gedanken wie: "Das Projekt Hoffnung bringt mir nichts. So ein Müll! Das funktioniert bei mir sowieso nicht. Ich höre auf damit." oder "Eigentlich hat mein Leben schon gepasst. Ich muss gar nicht länger an mir arbeiten." Vielleicht fühlst Du Dich auch müde, erschöpft oder sogar genervt und wütend. Es kann sogar sein, dass Du Wut oder Hass gegenüber mir empfindest. Alles ist möglich. Doch gerade die Gefühle, die sich nicht gut anfühlen, sind ein gutes Zeichen dafür, dass sich etwas in Dir tut. Wie schon erwähnt, stirbt mit jedem Schritt Deiner Weiterentwicklung ein kleines bisschen Dein Ego. Und genau das ist es, was sich im ersten Moment überhaupt nicht gut anfühlt. Dein Ego kämpft ums Überleben und ihm ist alles Recht. Dein Ego sucht Schuldige, Gründe und Wege Dich aufzuhalten.

 

Hier kann ich Dich nur von ganzem Herzen ermutigen: Bitte bleib dran! Du bist auf einem guten Weg und diese Zeit wird vorübergehen. Es kann ein bisschen dauern, aber wenn Du dran bleibst, dann wird es irgendwann wieder bergauf gehen. Und zwar weiter bergauf, als Du bisher warst. Und nach diesem Anstieg wird es wieder zu dem oben beschriebenen Szenarium kommen. Denn so funktioniert das Spiel zwischen dem Ego und dem göttlichen Anteil in uns. Das Ego möchte überleben, der göttliche Anteil in uns möchte immer mehr entwickelt werden. Beide Anteile sind in uns und es ist wichtig auch beide Teile anzunehmen und zu integrieren. Denn wir sind Menschen und zum Menschsein gehören Tiefen, genauso wie Höhen.

 

Ich weiß, wie intensiv dieser Prozess ist, den Du gerade durchmachst. Gerade eine schnelle Entwicklung kann Gefühle in uns wecken, die wir überhaupt nicht spüren möchten und uns zweifeln lassen. Doch genau diese Gefühle gilt es zuzulassen. Lass Dich von den Tiefen nicht entmutigen, denn gerade, wenn wir eine schwierige Phase überwunden haben, werden wir auch wieder Momente der Freude, Liebe und des Friedens erfahren dürfen - und zwar intensiver als jemals zuvor! Wir dürfen Licht sein und Schatten. Wir dürfen lachen und weinen. Wir dürfen reden und schweigen. Wir dürfen aktiv sein und ruhen.

 

Ich bin der Meinung, dass es die absolute Akzeptanz genau dieser Seite braucht, die uns Angst macht, die wir nicht spüren möchten, um sich hier auf dieser Erde ein glückliches und erfülltes Leben zu erschaffen. Denn es ist nicht diese dunkle Seite, die uns das Leben so schwer macht. Es ist unsere eigene, innere Ablehnung ihr Gegenüber, die uns leiden lässt. Für ein gutes Lied braucht es manchmal auch die tiefen Töne.

Die Kunst ist Zulassen und zwischen diesen beiden Polen der großen Polarität fließend hin und her zu tanzen. Ja, wir dürfen traurig sein, genauso wie wir freudvoll sein dürfen! Wir dürfen alles sein und mit allem, was wir sind, eintauchen in diese zauberhafte, wunderschöne und facettenreiche Melodie unseres Lebens.  

 

Werde Dir bewusst, dass Du gerade erst los gegangen bist. Nach einer kurzen euphorischen Phase, kann sich Dein Zustand wie bei der Homöopathie erst einmal wieder verschlechtern. Lass Dich von diesen Gefühlen bitte nicht entmutigen, sondern gehe den Weg weiter, den Du begonnen hast. Hab hier bitte Geduld mit Dir. Meine persönliche Weiterentwicklung hat 2013 angefangen und auch ich bin noch auf der Reise. Diese Reise hat kein Endziel. Der Weg ist das Ziel. Auch auf meiner Reise gibt es immer noch kleine und manchmal auch größere Rückschritte. Gerade die Rückschritte sind eine Möglichkeit Dich jeden Tag noch ein bisschen besser kennenzulernen und Dich zu dem Menschen zu machen, der Du sein kannst. Ein Mensch voller Vertrauen, Mitgefühl und in Frieden mit sich selbst. 

 

Das Projekt Hoffnung ist wie eine Tür in eine neue Welt. Du hast gerade eben erst die Tür aufgemacht und warst mutig genug um in diese neue Welt einzutreten. Hinter dieser Tür ist alles noch neu, unbekannt und vielleicht sogar ein bisschen angsteinflößend. Der Prozess der persönlichen und spirituellen Weiterentwicklung ist, als würde man ein fremdes Stückchen Land betreten und als müsste man eine komplett neue Sprache lernen. Im ersten Schritt geht es darum, sich erst einmal einen Grundwortschatz anzueignen, später kommen Schritt für Schritt die Grammatikregeln dazu. Die neue Sprache fügt sich immer mehr zusammen und es dauert seine Zeit bis Dir die Worte flüssig über die Lippen laufen. 

 

Eine neue Sprache zu lernen kann verdammt anstrengend sein. Es kann nerven und extrem frustrieren. Aber wenn Du dran bleibst und weiter übst, wirst Du sie irgendwann beherrschen. Sehe das Projekt nicht als etwas an, mit dem Du in 10 Wochen fertig bist, sondern sehe es als die Grundlage für Deine weitere Entwicklung. Du kannst das Projekt auch nach ein paar Monaten noch einmal durcharbeiten und es werden Dir wieder neue Erkenntnisse kommen. Mit dem Projekt Hoffnung bekommst Du einen Arbeitskoffer voller Übungen, Informationen und Inspirationen an die Hand. Es liegt an Dir, den Koffer immer wieder aufzumachen und den Inhalt in die Hand zu nehmen. Wenn nach Deiner ersten Flaute Dein Koffer zu bleibt, dann herrscht irgendwann Stillstand oder sogar Rückschritt. Wenn Du Dir ein glückliches und erfülltes Leben erschaffen möchtest und einen freudvollen Zustand erleben möchtest, dann gilt es Deine neue Sprache langfristig täglich anzuwenden.

 

Wenn Deine innere Überzeugung ist: „Das bringt doch eh alles nichts. Mir kann sowieso keiner helfen. Bei mir funktioniert das nicht.“ dann wird es, egal was Du auch machst, nicht funktionieren. 

 

Hier ist der erste Schritt, dass Du erst einmal diese Überzeugungen in Dir verändern solltest. Zum Beispiel in „Ich öffne mich der Möglichkeit, dass Heilung geschehen darf. Ich öffne mich der Möglichkeit, dass ich mich verändern darf. Ich öffne mich der Möglichkeit, dass es funktionieren darf.“ 

 

Des Weiteren kannst Du überprüfen, wozu Dir eine negative Überzeugung momentan dient?

  • Welchen Vorteil hast Du mit ihr?
  • Vielleicht ist der Weg zu anstrengend für Dich?
  • Vielleicht bleibt Dein Ego lieber in der Komfortzone?
  • Vielleicht liegst Du lieber auf dem Sofa vor dem Fernseher, als persönliche Weiterentwicklung zu betreiben?
  • Was ist eigentlich wirklich der Grund dafür, nicht für Dich einzustehen und für Dich loszugehen?
  • Vielleicht leidest Du auf einer unterbewussten Ebene gerne, weil das Leiden einen versteckten Nutzen für Dich hat? (Hier bekommst Du mehr Infos zu diesem Thema.)
Unser Ego liebt Bequemlichkeit und Sicherheit. Wie Du Dich damit langfristig fühlst, ist ihm ziemlich egal.
Der Weg in ein glückliches und erfülltes Leben ist nicht der leichtere Weg. Trotz aller Mühe und Anstrengung immer weiter zu gehen, braucht auch einen starken Willen und die Klarheit zu sich zu stehen und sich selbst anzutreiben. 

 

Es gibt zwei Antreiber in uns, die uns dazu drängen etwas zu verändern. Schmerz und Freude. Wenn Du etwas nicht tust, dann ist entweder der Leidensdruck noch nicht so groß es zu verändern, oder die Freude daran es zu tun, fehlt. Um etwas zu verändern, muss auch immer der Schmerz in der Situation, in der man steckt, größer sein, als die Anstrengung etwas dagegen zu unternehmen. Wenn man denkt die Anstrengung und der Weg sind schlimmer als die derzeitige Situation, dann lohnt es sich nicht wirklich loszugehen und etwas zu verändern.

 

Um seine Gewohnheiten zu verändern, ist mitunter sehr viel Disziplin nötig. Disziplin gegenüber sich selbst ist ein Ausdruck von Selbstliebe und Selbstachtung. Natürlich musst Du auch bereit dazu sein, sehr viel dafür zu tun und sehr viel an Dir zu arbeiten, wenn Du Dich und Dein Leben verändern möchtest. Wenn hierfür die Bereitschaft fehlt und Du es Dir nicht selbst wert bist, wird es schwierig für Dich sein, in entsprechende Handlungen zu kommen.

 

Sei es Dir bitte, bitte wert! Du hast nur dieses eine Leben und hast es verdient gesund und glücklich zu sein. Fang an, Dich jeden Tag ein kleines bisschen mehr zu lieben und Dich so zu behandeln, als wärst Du der wertvollste und wichtigste Mensch, den es für Dich gibt. Denn genau der bist Du! Wenn Du lernst, Dich selbst immer mehr wertzuschätzen, dann wirst Du auch immer weiter gehen wollen. Denn dann wird Dir immer klarer werden, dass es Dein Geburtsrecht ist, glücklich zu sein.


Coachingübung: Weiter machen oder aufhören?

Stelle Dir vor, es sind 5 Jahre vergangen. Du bist heute genau 5 Jahre älter. 

  • Wie sieht Dein Leben aus, wenn Du heute mit dem Projekt Hoffnung aufhörst und nicht mehr an Dir und Deinem Zustand arbeitest?
  • Wie sieht Dein Leben aus, wenn Du Dich heute dafür entscheidest weiter zu gehen und weiter an Deinem Wunschzustand und Deinem glücklichen und erfüllten Leben zu arbeiten?
  • Welche Vor- und Nachteile hat es für Dich aufzuhören?
  • Welche Vor- und Nachteile hat es für Dich weiterzugehen?
  • Welche Entscheidung ist besser für Dich und dient Dir mehr?

Bitte nimm Dir Zeit und beantworte die Fragen schriftlich.


Inspiration

Podcastfolge: Selbstwert/Selbstliebe: erkennen, verstehen und entwickeln