Vorschlag einer Guten-Morgen-Übung/Morgenroutine

Deine Morgenroutine kann z.B. aus einer kurzen Meditation, Atemübung, Dankbarkeit, Affirmationen, Journaling und einem großen Glas warmen Wasser mit Zitronensaft bestehen.

 

Die Etablierung einer Morgenroutine soll Dir dazu dienen, selbstverantwortlich und proaktiv in den Tag zu starten, etwas zu tun, dass Dir und Deinem ganzen System gut tut und Dich schon in der Früh in eine positive Stimmung zu bringen. Oft ist es ja so, dass der Wecker klingelt, wir aufstehen und schon in der Früh das Gefühl haben, funktionieren zu müssen und fremdbestimmt zu sein. Hinzu kommt, dass wir unseren Geist, unseren Körper und unsere Seele schon morgens so behandeln, wie es nicht unbedingt förderlich für unser Wohlbefinden ist. Unsere Gedanken kreisen häufig morgens schon um unsere Probleme und unser Körper wird von uns auch eher schlecht behandelt, als gehegt, gepflegt und gut versorgt zu werden. Wir müssen dies tun, wir müssen das tun, aber was davon tun wir eigentlich, weil wir es wirklich möchten und was davon tut uns wirklich gut?

 

Die Guten-Morgen-Übung soll Dir dazu dienen, das Ruder Deines Lebens selbst in die Hand zu nehmen und Dich dabei unterstützen, ein Gefühl dafür zu entwickeln, dass Du es wert bist, Dir und Deinem System etwas Gutes zu tun.

  

Diese Kombination einer Guten-Morgen-Übung nimmt nicht viel Zeit in Anspruch und kann unglaublich viel in Dir bewirken, wenn Du sie täglich praktizierst.


Meditation

Wenn Du in der Früh aufwachst, setze Dich direkt im Bett mit geradem Rücken in den Schneidersitz. Hierfür kannst Du gerne Dein Kissen falten und als Sitzpolster benutzen, damit Du ein bisschen erhöht sitzt. Wenn Du lieber auf einem Stuhl sitzt, wäre es gut, hierfür den Stuhl neben Dein Bett zu stellen, damit Du sofort nach dem Aufwachen loslegen kannst. 

 

Lege gerne Deine Hände mit den Handinnenflächen nach oben auf Deinen Oberschenkeln ab. Wenn Du einen angenehmen Sitz gefunden hast, dann schließe Deine Augen. Atme dreimal besonders tief durch die Nase ein und durch den Mund aus. Dann atme in Deinem ganz natürlichen Rhythmus weiter über Deine Nase ein und aus. Konzentriere Dich ganz auf Deinen Atem. Fühle, wie die Luft in Deinen Körper ein und wieder hinaus fließt. Wenn Du merkst, dass Gedanken kommen, nimm diese wahr und richte Deine Aufmerksamkeit einfach wieder ganz bewusst auf Deine Atmung. Mache dies ein paar Minuten lang. 

 

Tipp: 

In YouTube gibt es zahlreiche geleitete Guten-Morgen-Meditationen. Jedoch solltest Du auf jeden Fall auch zusätzlich für ein paar Minuten die stille Meditation für Dich nutzen, um Dich immer mehr mit Dir selbst zu verbinden. 


Atemübung

Atme für etwa 10 bis 15 Atemzüge ganz langsam und bewusst tief in Deinen Bauch ein und ebenso langsam wieder aus. Jeder Atemzug sollte etwa 4 bis 5 Sekunden lang sein. Atme ein, halte kurz inne, atme aus. Diese tiefen Atemzüge versorgen Deinen Körper schon in der Früh mit viel Sauerstoff und helfen Dir dabei, munter zu werden. Gerne kannst Du hierfür auch das Fenster aufmachen (wenn es nicht gerade Minusgrade hat) und Dich davor stellen, damit mit jedem Atemzug die kühle und frische Luft in Deine Lungen strömen kann.


Dankbarkeit

Sage Dir innerlich für ein paar Minuten vor, für was Du alles dankbar bist. Versuche hierbei, intensiv in das Gefühl der Dankbarkeit einzutauchen.

 

Erinnere Dich an Dinge aus Deiner Vergangenheit zurück, für die Du dankbar bist. Dies können Entscheidungen, Erfolge, Erlebnisse, Menschen, Tiere oder auch schöne Orte sein. Versetze Dich durch Deine Erinnerung in ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit.

 

Dann denke an Dein Leben in der Gegenwart. Für was bist Du heute dankbar? Dies können zum Beispiel Menschen sein, die Du liebst, Deine Haustiere, Dinge, die Du besitzt oder täglich brauchst oder auch einfach nur Stimmungen, die uns die Natur täglich schenkt. Wie z.B. Nahrung, ein Dach über dem Kopf, fließendes Wasser aus der Leitung, Dein Auto, der Sonnenschein, der Waldweg, auf dem Du spazieren gehst, Blumen etc. Sei kreativ mit Deiner Dankbarkeit und fühle die Dankbarkeit in Dir.

 

Nun nimm Dir noch Zeit, dankbar für Dinge zu sein, die Du Dir für die Zukunft wünschst. Sei jetzt schon dankbar dafür, dass Dein Tag wundervoll werden wird. Sei dankbar, dass Dein Gespräch mit dem Chef sehr gut laufen wird, sei dankbar, dass Du Deine Ausbildung erfolgreich abschließen wirst, oder für die glückliche Beziehung, die Du erleben wirst, für Dein erfülltes Leben, dafür, dass Du gesund sein wirst. Sei auch hier kreativ und grenzenlos. Alles ist erlaubt. Gehe mit der Einstellung, dass alles möglich ist, in das Gefühl tiefer Dankbarkeit. Tu von Deinen Gedanken und Deinem Gefühl her so, als wäre alles schon genauso eingetroffen, wie Du es Dir wünschst. 

 

Wenn es Dir schwer fällt, Dir die Dinge gedanklich vorzustellen, dann schreibe Dir täglich auf, wofür Du dankbar bist. Gehe hierbei so vor, wie oben beschrieben.

  • Für welche vergangenen Ereignisse, Erlebnisse, Erfahrungen oder Entscheidungen bist Du dankbar?
  • Für welche Dinge aus Deinem gegenwärtigen Leben bist Du dankbar?
  • Für welche zukünftigen Dinge kannst Du jetzt schon dankbar sein? 

Schreibe auch hier Deine zukünftigen Wünsche so auf, als wären Sie bereits in Erfüllung gegangen. Formuliere sie in der Gegenwart.

 

Mit der Zeit werden Dir immer mehr Dinge einfallen, für die Du dankbar sein kannst. Entscheidend bei dieser Übung ist, dass Du versuchst, die Dankbarkeit in Dir zu fühlen und nicht nur vom Verstand her eine Liste herunter betest. Sollte Dir das anfangs noch nicht gelingen, dann verurteile Dich bitte dafür nicht, sondern mache die Übung trotzdem täglich. Irgendwann wirst Du es fühlen.

 

Tipp:

Ich persönlich verbinde mich nicht nur bei meiner Morgen-Routine, sondern auch tagsüber immer wieder mit dem Gefühl der Dankbarkeit. Beim Spaziergang, wenn ich zum Beispiel eine schöne Blume oder ein süßes Tier sehe, gelingt es mir sehr gut das Gefühl in mir hochkommen zu lassen. Eine weitere Möglichkeit bietet sich Dir zum Beispiel, immer, wenn Du nach Hause kommst und durch die Eingangstüre gegangen bist, kurz innezuhalten und Dich innerlich zu bedanken. Gerade diese kleinen aktiven Handlungen im Alltag können Deinen Zustand verändern.


Affirmationen

Wenn Du Dich im Bad fertig machst, nutze diese Zeit zum Beispiel und spreche, während Du Dir im Spiegel tief in die Augen blickst, laut positive Affirmationen vor. Affirmationen sind selbstbejahende, positive Sätze, die wir uns selbst wieder und wieder sagen, um unsere Gedanken und langfristig unser Unterbewusstsein umzuprogrammieren. Stelle Dir jede Affirmation auch bildlich vor. Bilder sind der einfachste Weg, um Emotionen in uns zu erzeugen. Wenn Du Dir über eine lange Zeit immer wieder vorstellst, wie Du glücklich und voller Freude durch Dein Leben tanzt, wirst Du es auch irgendwann fühlen. Wenn Du das oft genug übst, wird es immer einfacher werden, dieses gute Gefühl gezielt in Dir zu erzeugen. (Inspirationen für positive Affirmationen findest hier.)

 

Ich persönlich schreibe mir zum Beispiel immer meine momentane Lieblings-Affirmation mit dem Lippenstift auf den Badspiegel. Somit werde ich immer wieder an diese Übung erinnert und lese ganz automatisch den geschriebenen Satz, jedes mal, wenn ich in den Spiegel sehe.


Journaling


Guten Morgen Chakra Meditation

Diese Meditation praktiziere ich selbst gerne morgens. Sie hilft Dir dabei Deine Chakren zu aktivieren und enthält die 5-Sekunden-Atmung zur Harmonisierung von Herz und Gehirn.

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Chakrameditation mit Musik
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Chakrameditation ohne Musik
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Dankbarkeitspraxis Meditation

Diese von mir angeleitete Meditation hilft Dir dabei, schon morgens ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit in Dir zu erzeugen. Denn nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind. (Francis Bacon)  Wenn es Dir gelingt schon morgens dankbar zu sein, dann wird das Deinen ganzen Tag verändern. Wenn Du täglich Dankbarkeit praktizierst, wird sich Dein Zustand und Dein Leben langfristig verbessern.

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Dankbarkeitspraxis mit Musik
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Dankbarkeitspraxis ohne Musik
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Aufgabe: Stelle Dir Deine eigene Morgenroutine zusammen

Da jeder Mensch anders ist, einen anderen Tagesablauf und auch andere Bedürfnisse hat, ist es sehr sinnvoll, Dir Deine eigene Morgenroutine zusammenzustellen, die zu Dir und Deinen Bedürfnissen passt. Vielleicht bist Du ein Mensch, der morgens schon in Bewegung kommen möchte, seinen Tag gerne singend oder tanzend beginnen möchte oder sich künstlerisch zum Ausdruck bringen möchte? Beachte bei Deiner Zusammenstellung bitte, dass es hierbei um Dinge geht, die Dir und Deinem ganzen System (Körper, Geist und Seele) gut tun. Deine Morgenroutine sollte Dir immer dazu dienen, Dich achtsam und bewusst mit Dir zu verbinden und Dich darin unterstützen, positiv in den Tag zu starten.


Inspiration

Podcastfolge: Ein guter oder schlechter Tag und was Du damit zu tun hast - Teil 1 Guten Morgen